Kleidung abseits des roten Teppichs: Lässiger Stil in Cannes
Denkt man an die Filmfestspiele von Cannes, kommen einem wahrscheinlich Haute-Couture-Abendkleider und der strenge Dresscode des Palais des Festivals in den Sinn. Doch zwischen Filmvorführungen, Interviews und Geschäftstreffen pulsiert das Stadtleben – und genau dieser Alltag prägt die Bildsprache von Cannes im Mai. Die Croisette, die Rue d'Antibes und die Uferpromenade werden zu Orten, an denen Filmindustrie, Mode und Alltag ungezwungen aufeinandertreffen. Hier sieht man keine inszenierten Kamera-Auftritte, sondern den praktischen, durchdachten Stil von Menschen, die täglich 10 bis 12 Stunden unterwegs sind.
Praktikabilität als Grundlage der Festivalgarderobe
Abseits des roten Teppichs dominiert funktionelle Kleidung. Festivalteilnehmer – Journalisten, Produzenten, Verleiher und Einkäufer – legen Wert auf Komfort. Leinenhosen, leichte Baumwollhemden, schlichte Hemdblusenkleider und weiche, ungefütterte Jacken sind weit verbreitet. Als Schuhe sieht man vorwiegend Loafer, Ledersandalen, Ballerinas oder minimalistische Sneaker – passend zum Festivalrhythmus und dem Kopfsteinpflaster der Altstadt.
Dieser Stil soll keinen Status demonstrieren. Er spiegelt den Lebensstil von Menschen wider, die den Großteil des Tages zwischen Shows und Meetings verbringen und abends zu entspannten Spaziergängen oder Online Casino aus dem Ausland für die Schweiz spielen wechseln können, die längst zur modernen Medienkultur von Festivalstädten gehören.

Farben und Stoffe für das lokale Klima
Im Mai herrscht in Cannes beständiges Wetter mit 20–24 °C, Sonnenschein und einer leichten Meeresbrise. Daher sind Naturfasern besonders beliebt:
- Leinen,
- Viskose,
- Baumwolle.
Ihre Farbpalette sollte dezent sein:
- Weiß,
- Sand,
- Warmgrau,
- Dunkelblau,
- Olivgrün.
Farbenfrohe Akzente sind selten und beschränken sich meist auf Accessoires wie Sonnenbrillen, Gürtel oder Taschen. Der richtige Lagenlook ist entscheidend. Eine leichte Jacke oder Strickjacke ist nicht nur aus modischen Gründen empfehlenswert, sondern auch, um die Temperaturschwankungen zwischen Aufenthalten im Freien, klimatisierten Lounges und abendlichen Spaziergängen am Meer auszugleichen.
Accessoires ohne Pomp
Im Gegensatz zur Abendgarderobe verzichtet der Tagesstil in Cannes fast vollständig auf auffälligen Schmuck. Lederarmbanduhren, minimalistischer Schmuck und geräumige Tragetaschen sind am häufigsten zu sehen. Markenlogos sind präsent, aber dezent und oft nicht sofort erkennbar. Sonnenbrillen sind ein Muss. Klassische Formen sind hier beliebt: Aviator-, Wayfarer- und rechteckige Modelle. Sie gelten eher als praktisch denn als modisches Statement.
Der Unterschied zwischen Festivalbesuchern und Touristen
Es ist interessant, den Kontrast zwischen dem professionellen Publikum und den Touristen zu beobachten. Während erstere einen neutralen, fast professionellen Stil bevorzugen, experimentieren die Touristen eher mit Looks und integrieren Elemente des „französischen Südens“ – geblümte Kleider, Strohhüte und farbenfrohe Sandalen. Dieser visuelle Kontrast ist besonders in den Cafés entlang der Croisette und im Viertel Marché Forville auffällig.
Der Streetstyle in Cannes während der Filmfestspiele ist kein Trend oder Mode im herkömmlichen Sinne. Er ist vielmehr eine Anpassung an die Gegebenheiten: das Klima, den Rhythmus, den vollen Terminkalender und die ständige Bewegung zwischen Offline-Veranstaltungen und der digitalen Welt. Im Vordergrund stehen nicht Effekthascherei, sondern Komfort, klare Linien und Funktionalität. Deshalb wirken die Streetstyle-Looks in Cannes stimmig und überzeugend – ohne aufdringlich zu sein, aber mit einem klaren Verständnis für den Kontext.

